Im Garten verweilen

Biblische Eindrücke bietet unser GARTEN in seiner neuen Anlage. Auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern wird gestalterisch versucht, die Grundaussage der Bibel erlebbar zu machen.

Das Bild des Weinstocks in der Bibel

Die am häufigsten erwähnte Pflanze in der Bibel ist die Weinrebe. Sie ist zugleich die älteste Kulturpflanze der Menschheit. Noah pflanzte einen Weinstock. In unserem GARTEN steht er im Zentrum.

Der wuchsfreudige, fruchtbare Weinstock wird in der Bibel häufig als Metapher herangezogen, ob es dabei um Fruchtbarkeit in der Ehe, um Segnungen mit Weisheit oder um das Volk Gottes geht.
Gott hat in der Bibel die Funktion des liebevoll sorgenden und pflegenden Weingärtners, der den Weingarten bewässert, beschützt und wie ein Winzer unfruchtbare und vertrocknete Triebe entfernt, um den Fruchtertrag des Weinstockes zu steigern.

Der fruchttragende, blühende Weinstock wird darum auch zum Sinnbild der Verheißung bei den großen Propheten für das Volk Gottes. Das Volk Gottes kann auch vorübergehend vertrocknet und unfruchtbar werden. Doch in künftigen Tagen und unter bestimmten Voraussetzungen erblüht und gedeiht das Volk Gottes, der Weinstock des Herrn „… und der Erdkreis füllt sich mit Früchten.“ Jes. 27,6.

Jesus benutzt auch diese vertraute Metapher “Weinstock“. Er bezeichnet sich selbst als den wahren Weinstock. Nur wer zu ihm gehört, ist Teil der Pflanzung Gottes. Dabei vollzieht Jesus eine klare Unterordnung unter den Willen des Vaters! Der Weinstock setzt sich willig dem Winzer zur Beschneidung aus, damit viel Frucht wachsen kann.

Zurzeit noch Baustelle

Um den Weinstock gruppiert, befinden sich sieben Steintafeln mit den Ich-Bin-Worten aus dem Johannesevangelium. Es sind Spitzensätze über die Person und die Heilsbedeutung von Jesus Christus. Um das herauszustellen, wurden diese sieben bedeutenden Worte Jesu von vier Granitstelen umgeben. In sie auf allen Seiten eingemeißelt, findet sich die Offenbarungsformel Gottes aus dem Alten Testament: „Gott spricht: Ich-bin-da.“

Auf diesem „Ich bin“ Gottes basieren die Ich-bin Worte Jesu.

Dass Gott sich offenbart, ist alles andere als selbstverständlich. Gott macht sich damit erkennbar, ansprechbar, auch verwundbar. Gott offenbart damit seine Identität: Gott allein gebührt alles Sein, nur Gott kann im vollen Sinn des Wortes „Ich“ sagen. Mit den Ich-bin-Worten Jesu wird deutlich:

In Jesus offenbart Gott sich selbst.

Der Gestaltungsentwurf gründet sich auf einer Auslegung zu diesen Bibelworten von Thomas Söding.